FAQ Lehrkräfte Endgeräte

Allgemeines

Was ist das Ziel des Programms „Lehrkräfte-Endgeräte“

Ziel des Programms ist es, dass alle Lehrkräfte des Landes mit einem datenschutzkonformen Endgerät ausgestattet werden.

Müssen Schulen Endgeräte für die Lehrkräfte bestellen?

Grundsätzlich wird empfohlen, dass die Schulen ein datenschutzkonformes Endgerät bestellen. Es sollen aber z.B. keine durch den Schulträger bereitgestellten Endgeräte „überbaut“ werden. Unnötige Doppelausstattungen sollen vermieden werden.

 

Wer ist für die Technik und die Sicherheit der Geräte verantwortlich?

Grundsätzlich ist das Land für diese Aufgabe in technischer Hinsicht verantwortlich. Das Land legt die Sicherheitseinstellungen (inkl. Antivirenmanagement) fest und stellt sicher, dass diese auf den Geräten gelten. Die Schulträger oder die berufsbildenden Schulen / RBZ mit eigenem IT-Personal können ergänzend administrieren, um schulindividuelle Software und Einstellungen auf die Geräte zu bringen. Die Schulleitungen stellen über organisatorische Maßnahmen sicher, dass die Lehrkräfte nur zulässige Daten auf den Geräten verarbeiten.

Bestellung

Wie erfolgt die Bestellung für die Lehrkräfte-Endgeräte?

Bestellungen können über das Helpdeskformular aufgegeben werden: https://www.secure-lernnetz.de/helpdesk/ (Bereich LK-Endgeräte -> Bestellung).

Kann eine bereits getätigte Bestellung noch geändert werden?

Dieses ist möglich, solange die Geräte noch nicht bestellt und für die Auslieferung vorbereitet wurden. Bitte füllen Sie dazu das Bestellformular über eine Helpdeskanfrage erneut aus: https://www.secure-lernnetz.de/helpdesk/ (Bereich LK-Endgeräte -> Bestellung).

Für wen können Geräte bestellt werden?

Es können Endgeräte für Lehrkräfte bestellt werden. Dieses schließt auch Vertretungslehrkräfte und Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) mit ein.

Wie trifft die Schule die Auswahl für die Bestellung?

Grundsätzlich trifft die Schule die Entscheidung auf Grundlage ihrer medienkonzeptionellen Arbeit bzw. aufgrund ihres Ausstattungsprofils. Hintergrund ist, dass die Auswahl der Lehrkräfte-Endgeräte sich gut in die schon vorhandene bzw. geplante weitere pädagogische IT-Ausstattung einpasst.

Wieso ist die Bestellung vorab mit dem Schulträger abzustimmen?

Die Lehrkräfte-Endgeräte müssen zur der vor Ort vorhandenen bzw. noch zu beschaffenden Infrastruktur passen, z. B. um eine kabellose Bildschirmübertragung zu ermöglichen. Um dieses zu gewährleisten, ist eine Absprache mit dem Schulträger sinnvoll.

Kann ein Gerät für eine Lehrkraft in Elternzeit bestellt werden?

Die Anzahl der bestellten Endgeräte muss mit der Zahl der aktiven Lehrkräfte übereinstimmen. Wenn z. B. eine Lehrkraft aus der Elternzeit zurückkehrt und dafür eine Vertretungskraft den Dienst an der Schule beendet, muss kein zusätzliches Gerät bestellt werden, weil die Gesamtmenge der Geräte insgesamt gleich bleibt.

Darf ein Gerät für eine unbesetzte Stelle bestellt werden?

Grundsätzlich ja, wenn absehbar ist, dass diese besetzt werden kann.

Können Testgeräte bestellt werden, um vorab zu testen, wie die Endgeräte sich in die bestehende IT-Infrastruktur integrieren lassen?

Testgeräte können nicht bestellt werden. Es lassen sich zum Testen jedoch schulträgereigene Endgeräte in das UEM einbinden.

Geräte

Welche Geräte stehen zur Auswahl?

Die aktuelle Geräteauswahl kann hier angesehen werden: https://medienberatung.iqsh.de/modellauswahl.html.

Können auch andere Geräte beschafft werden?

Aktuell steht nur die auf der Seite https://medienberatung.iqsh.de/modellauswahl.html angezeigte Auswahl zur Verfügung.

Welche Anschlüsse haben die Geräte?

Die Anschlussmöglichkeiten können Sie folgender Seite entnehmen: https://medienberatung.iqsh.de/modellauswahl.html.

Kann mit Hilfe des Lehrkräfte-Endgeräts per VPN auf das Landesnetz zugegriffen werden?

Für den Zugriff auf das Landesnetz (auch per VPN) ist ein Landesnetz-Notebook notwendig. Mit dem Lehrkräfte-Endgerät ist ein Zugriff nicht möglich.

Können mit den Geräten auch CDs/ DVDs/ Bluray-Discs abgespielt werden?

Die Geräte haben kein eingebautes CD/DVD/Bluray-Laufwerk. Zum Abspielen dieser Medien kann an die Windows-Geräte ein externes DVD-/Bluray-Laufwerk über USB angeschlossen werden.

Welches Tastatur-Case wird bei den Lehrkräfte-iPads mitgeliefert?

Es wird folgendes Tastatur-Case von Articona mitgeliefert: https://www.bechtle.com/shop/articona-ipad-10-2-tastatur-case--4469670--p.

Sind die Geräte personengebunden?

Ja, die Geräte sind an eine Lehrkraft gebunden, die sich am Gerät bei der Erstinbetriebnahme mit ihrem Schulportal-SH-Konto anmeldet.

Wie läuft die Authentifizierung am Gerät? Sind die Geräte passwortgeschützt?

Bei der Erstinbetriebnahme des Gerätes muss sich die jeweilige Lehrkraft einmalig über die Zugangsdaten des Schulportals authentifizieren. Die Anmeldung am Gerät erfolgt danach mit einem lokalen Windows-Konto. Über die entsprechenden Richtlinien im UEM wird vorgeschrieben, dass die Geräte mit komplexen Passwörtern zu schützen sind.

Welche Rechte erhält eine Lehrkraft auf dem Gerät?

Auf Windows-Geräten haben Lehrkräfte lokale Administrationsrechte. Diese dürfen nicht genutzt werden, um Sicherheitseinstellungen zu deaktivieren. Software darf nur nach Prüfung, Freigabe und Dokumentation durch die Schulleitung installiert werden.

Die Rechte von Lehrkräften auf den iPads sind durch die vom Land vorgegebenen Richtlinien eingeschränkt. So kann Software zum Beispiel nur über den internen App-Store installiert werden.

Was passiert mit einem Gerät, wenn eine Lehrkraft die Schule wechselt oder den Schuldienst verlässt?

Das Gerät wird zurückgesetzt und verbleibt in der bisherigen Schule. An der (ggf.) neuen Schule erhält die Lehrkraft dann ein neues Gerät. Hinweise zur Geräte-Zurücksetzung finden Sie in der nachfolgenden Antworten.

Wie wird ein Windows-Endgerät auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt?

Windows-Endgerät: Die Zurücksetzung kann durch Dataport über das Gerätemanagementsystem UEM durchgeführt werden. Die Schulleitung beantragt das Zurücksetzen über eine Helpdesk-Anfrage unter https://www.secure-lernnetz.de/helpdesk (Bereich „LK-Endgeräte“ –„Support“). Zur eindeutigen Identifikation der Endgeräte werden folgende Informationen benötigt:  

  1. Die Seriennummer (siehe Geräte-Rückseite),

  2. die Inventarnummer des Gerätes (siehe Geräte-Aufkleber), sowie

  3. den Namen des Benutzers bzw. der Benutzerin.

Wie wird ein iPad auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt?

Für die Zurücksetzung eines iPads auf die Werkseinstellungen gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Die Lehrkraft setzt das Gerät selbst zurück(Empfehlung).
    Dazu ist in den iPad-Einstellungen unter „Allgemein“ der Menüpunkt „iPad übertragen/zurücksetzen“ zu wählen. Im Anschluss den Menüpunkt „Alle Inhalte& Einstellungen löschen“ selektieren und mit „Fortfahren“ bestätigen. Das Gerät wird zurückgesetzt, startet neu und ist für eine erneute Registrierung im UEM durch eine andere Lehrkraft bereit.

  2. Das iPad wird durch die Schulleitung oder den IT-Beauftragten zurückgesetzt.

    1. Das iPad wird mit Hilfe eines Windows- bzw. MacOS-Endgerätes zurückgesetzt: https://support.apple.com/de-de/HT212787 .

    2. Das Zurücksetzen wird über mehrfache Fehleingabe des Gerätecodes ausgelöst. Dazu ist der Gerätecode 10x falsch einzugeben.
      Achtung: Die Perioden zwischen den Eingabeversuchen werden durch das iPadOS verlängert.Der Vorgang dauert mindestens 3,5 Stunden.

    3. Die Schulleitung beantragt ein Zurücksetzen durch eine Anfrage über das Ticket-System. Für diese Methode muss das iPad mit dem UEM über das Internet verbunden sein. Ist das iPad nicht mehr in ein vorhandenes WLAN eingebucht (kein WLAN Symbol auf dem Sperrbildschirm), muss die Internetverbindung über ein LAN-Kabel hergestellt werden. Die Bereitstellung des dazu erforderlichen Adapters ist über das Ticket zu beantragen.
      Zur Identifikation der Geräte werden folgende Informationen benötigt:

  1. Seriennummer(n) (Serial auf Geräterückseite)

  2. Inventarnummer(n) (Geräte-Aufkleber)

  3. Name der zuletzt nutzenden Lehrkräfte

 

Zum Schuljahreswechsel hat sich die Anzahl der Lehrkräfte und somit auch die Zahl der benötigten Endgeräte an meiner Schule verändert. Was ist zu tun?

In diesem Fall wird die Gerätemenge vor Ort an diese Gegebenheiten angepasst. Dazu sind über ein (in Entwicklung befindliches) Helpdesk-Formular „Anpassung Gerätemengen“ Angaben zu vorhandenen und zukünftig benötigten Geräten zu machen. Je nach entstehender Differenz erfolgt eine Nachlieferung oder Abholung durch den Dienstleister.

 

Bis zur Bereitstellung des Formulars nutzen Sie bitte das das Helpdesk-Formular (Bereich LK-Endgeräte -> Beratung). Geben Sie dort im Freitextfeld folgende Informationen an:

  • Anzahl der Lehrkräfte im Schuljahr 2022/23

  • Anzahl vorhandener Geräte (nach Typ) inkl. Reserve

  • Anzahl zusätzlicher Geräte nach Typ oder abzugebender Geräte nach Typ

  • Kontaktdaten und Ansprechperson für Rückfragen

 

Bitte beachten Sie bei der Anpassung der Gerätemengen auch folgende Hinweise:

  • Die Anpassung der Gerätemenge kann nur durch die Schulleitung ausgelöst werden, nicht jedoch durch einzelne Lehrkräfte.

  • Die Endgeräte werden weiterhin nur für Lehrkräfte des Landes Schleswig-Holstein zur Verfügung gestellt. Dies schließt natürlich auch die Religionslehrkräfte und die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst ein.

  • Förderschullehrkräfte erhalten ihr Endgerät durch Ihre Stammdienststelle (im Regelfall das Förderzentrum).

  • Überzählige Geräte sind immer inkl. Zubehör abzugeben.

  • Bitte beachten Sie, dass bei einer Nachbestellung nur die Gerätetypen ausgewählt werden, die aufgrund der Abstimmung mit dem öPR und dem Schulträger im Rahmen der Erstbestellung ausgeliefert worden sind.
    Sollte hier bspw. aus Gründen der Barrierefreiheit ein anderes Gerät als bisher erforderlich sein, kann in diesem Fall nach entsprechender Abstimmung mit dem öPR und Schulträger eine abweichende Beschaffung erfolgen.

Beim Anschluss eines Lehrkräfte-Endgerätes (HP ProBook) an ein 4K-Display, z. B. ein (interaktiver) Großbildmonitor, über ein HDMI-Kabel wird der Bildschirminhalt auf dem 4K-Display nicht angezeigt. Der Bildschirm bleibt schwarz.

Dies kann an der eingestellten Aktualisierungsrate des Monitors liegen. Zur Änderung der Rate sind folgende Schritte notwendig:

  1. Verbinden Sie das HP ProBook per HDMI-Kabel mit dem Monitor.
  2. Stellen Sie am Monitor den Eingang auf den HDMI-Anschluss um, an den das Notebook angeschlossen ist.
  3. Öffnen Sie auf dem HP ProBook die Windows-Einstellungen (Windows-Logo-Taste + I).
  4. Wählen Sie dort „System“ (1) - „Anzeige“ (2) - „Erweiterte Anzeigeeinstellungen“ (3):



  5. Wählen Sie in den erweiterten Anzeigeeinstellungen die externe Anzeige („Anzeige 2“) aus (1) und stellen für diese Anzeige die Aktualisierungsrate auf 30 Hz um (2):


    Nun sollte das Bild auf dem Monitor angezeigt werden.
    Hinweis: Ein erneutes Umstellen der Aktualisierungsrate ist beim Anschluss an diesen Monitor nicht notwendig.

Wo finde ich die Inventarnummer und die Seriennummer meines Gerätes?

Die Inventarnummer befindet sich auf einem Aufkleber auf der Geräterückseite:

Inventarnummer

Die Seriennummer finden Sie ebenfalls auf der Rückseite Ihres Gerätes:

  • HP-Probook:

    Seriennummer

  • Microsoft Surface Go (hinter dem Klappständer):

    Seriennummer

  • iPad

    Seriennummer

Alternativ lässt sich die Seriennummer über folgende Schritte herausfinden:

  1. Lehrkräfte-iPad:

    1. Die Einstellungen öffnen:

      Einstellungen

    2. Im Menü „Allgemein“ (1) und „Info“ (2) wählen:

      Einstgellungen - Info

    3. Nun wird die Seriennummer des Gerätes angezeigt:

      Anzeige der Seriennummer

  2. Lehrkräfte-Endgeräte (Windows):

    1. Das Startmenü (1) und anschließend den internen App Store (2) öffnen:

      Startmenü

    2. Im internen App Store (Hub) über Klick auf den eigenen Namen (1) die Systeminformationen aufrufen. Unter dem Bereich „Gerät“ befindet sich die Seriennummer (2):

      Anzeige Seriennummer

 

Auf meinem Windows-Endgerät wird eine Meldung zur Bitlocker-Wiederherstellung

Geben Sie eine Helpdeskanfrage unter https://www.secure-lernnetz.de/helpdesk im Bereich „LK-Endgeräte“ - „Support“ auf. Ein Mitarbeiter von Dataport wird Sie kontaktieren und mit Ihnen gemeinsam über den entsprechenden Wiederherstellungsschlüssel Ihr Gerät entsperren.

Software

Wird auf den Geräten ein Office-Paket bereitgestellt?

Die Lehrkräfte-Endgeräte werden seitens des Landes mit einem Office-Paket ausgestattet: LibreOffice und OnlyOffice für Windows-Endgeräte sowie Collabora Office, OnlyOffice und iWork (Keynote, Pages, Numbers) für iPads. Die Administration und Aktualisierung dieser Pakete wird zentral durch das Land überwacht.

Für Windows-Endgeräte kann bei vorhandener Lizenz auch Microsoft Office (in den Versionen 2016 Standard/Professional Plus, 2019 Standard/Professional Plus bzw. 2021 LTSC Standard/Professional Plus) über den jeweiligen Schulträger bzw. über einen durch diesen beauftragten Dienstleister auf den Lehrkräfte-Endgeräten bereitgestellt werden. Hinweise zur Erstellung eines Softwarepaketes für Microsoft Office findet dieser im UEM-Handbuch (Kapitel11.6) unter https://medienberatung.iqsh.de/endgeraete-lk-st-anl-videos.html. Alternativ kann bei vorhandener Schul/Schulträger-Lizenz auch eine manuelle Installation durch die jeweilige Lehrkraft selbst vorgenommen werden.

Die Verwendung eines Microsoft-Kontos und die Nutzung von Microsoft Office 365 ist nicht erlaubt (siehe auch https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/S/schulrecht/Downloads/Rechtsquellen/Clouds_in_der_Schule.pdf?__blob=publicationFile&v=1).. Aus diesem Grunde können auch die Microsoft Office-Apps für iPads nicht genutzt werden.

Können Schulträger-Administratoren und -Administratorinnen lokal Software auf den Geräten installieren?

Die Installation von Software ist über das UEM - die zentrale Verwaltungssoftware für Lehrkräfte-Endgeräte - grundsätzlich per Richtlinie (Software installiert sich automatisch im Hintergrund auf dem Endgerät) oder über den internen App Store (Software wird dort von der Nutzerin/vom Nutzer „per Klick“ installiert) möglich. Eine lokale Installation von Software ist an den Windows-Endgeräten mit dem lokalen Benutzerkonto der Lehrkraft möglich. Die Software muss dafür durch die Schulleitung geprüft und freigegeben worden sein.

Wie kann ich eine App aus dem Microsoft Store installieren?

Die Nutzung des Microsoft Stores ist auf den Lehrkräfte-Endgeräten nicht möglich. Sollte Ihr Schulträger die freiwillige dezentrale Administration der Lehrkräfte-Endgeräte an Ihrer Schule übernommen haben, kann dieser ggf. eine App-Installation über das UEM - die zentrale Softwareverteilung - vornehmen.

Können Lehrkräfte selber einen Drucker (z. B. zu Hause) einrichten?

Ja, das ist möglich. Der Drucker muss dazu eingeschaltet sein und sich im gleichen (WLAN-)Netz befinden wie das Endgerät. Bei Windows-Geräten fügt man das Gerät über die Einstellungen (Geräte - Drucker & Scanner - Drucker oder Scanner hinzufügen) hinzu. Im Normalfall erkennt Windows das Gerät und die Installation eines zusätzlichen Treibers ist nicht notwendig. Bei iPads muss der Drucker zusätzlich Airprint unterstützen. Der Drucker kann dann direkt beim Ausdrucken eines Dokumentes ohne weitere Einrichtung ausgewählt werden.

Können Druckertreiber nachinstalliert werden oder ist man auf die im Betriebssystem enthaltenen Druckertreiber beschränkt?

Ja, Druckertreiber können installiert werden. Man ist nicht auf bereits im OS beinhaltete Treiber begrenzt.

Wer trägt die datenschutzrechtliche Verantwortung für die Bereitstellung zusätzlicher Software? Muss der Schulträger eine Prüfung der Software durchführen?

Gemäß dem Schulgesetz und der Schul-Datenschutzverordnung (SchulDSVO) trägt die Schulleitung die datenschutzrechtliche Verantwortung für die korrekte Datenverarbeitung an ihrer Schule. Insofern gibt die Schulleitung die Software frei. Wenn eine Software (z. B. für ein Fernwartungsverfahren) seitens des Schulträgers gewünscht wird, ist die Prüfung durch diesen vorzunehmen und die Freigabe mit der jeweiligen Schulleitung zu besprechen.

Ist eine Anschaffung von kostenpflichtiger Software (z. B. Microsoft Office) durch das Land vorgesehen?

Auf den Geräten ist lediglich kostenlose Software vorinstalliert (z. B. LibreOffice). Eine Anschaffung kostenpflichtiger Software durch das Land ist zurzeit nicht geplant. Diese kann jedoch durch den Schulträger bereitgestellt werden.

Kann die Classroom-App auf den Lehrkraft-iPads wie bisher genutzt werden?

Die Classroom-App kann durch Lehrkräfte über den UEM App Store optional nachinstalliert werden. Eine Nutzung von voreingestellten Klassenlisten im MDM für die Endgeräte der Schülerinnen und Schüler ist dabei nicht möglich. Klassenlisten müssten stattdessen manuell auf dem betreffenden Lehrkräfte-iPad angelegt werden.

Wie kann die App „Classroom“ auf einem LK-iPad eingesetzt werden? Welche Alternativen gibt es?

Eine Nutzung von vorangelegten Klassen und Gruppen im Mobile Device Management der Schule bzw. des Schulträgers ist nicht möglich, da die Lehrkräfte-iPads in ein anderes MDM (Unified Endpoint Management des Landes) eingebunden sind und daher nicht auf die angelegten Listen zugreifen können. Aus diesem Grund müssen Klassen und Gruppen in der App „Classroom“ auf einem LK-iPad einmalig manuell angelegt werden.

Folgende Voraussetzungen müssen zunächst erfüllt sein:

  • auf dem LK-iPad ist die Classroom-App installiert

  • auf LK-iPad und SuS-iPads sind WLAN und Bluetooth aktiviert

  • LK-iPad und SuS-iPads befinden sich im gleichen WLAN-Netz

  • SuS-iPads befinden sich in Bluetooth-Reichweite zum LK-iPad

  • den SuS-Endgeräten sind im MDM keine Benutzer zugewiesen

 

Zur Einrichtung einer Klasse bzw. Gruppe müssen einmalig folgende Schritte durchgeführt werden:

  • App „Classroom“ über den internen Appstore installieren und öffnen.

  • Beim ersten Öffnen der App den eigenen Namen unter „Lehrerinformationen“ angeben:

 

Hinweis: Dieser Name wird auf den SuS-Geräten angezeigt, wenn diese der Klasse beitreten bzw. wenn diese später geteilte Dokumente oder Hilfe erhalten.

  • In der App „Klassen“ (1) und „Klasse erstellen“ (2) wählen:

  • Den Klassennamen (z. B. Klassenbezeichnung plus Nachname der Lehrkraft) vergeben und mit „Fertig“ bestätigen:

 

Hinweis: Da im Normalfall mehrere Lehrkräfte auf die Geräte einer Klasse zugreifen, sollten die Klassennamen zusätzlich zur Klassenbezeichnung auch noch den Namen der Lehrkraft enthalten. So ist auf den SuS-iPads später eindeutig erkennbar, auf welchen Lehrkraft-iPads das Gerät angemeldet ist.

  • Die neu angelegte Klasse öffnen

  • „Schüler:innen einladen“ wählen:

  • Es wird nun ein Klassen-Zugangscode angezeigt. Der Code muss anschließend zur Klassenanmeldung an den SuS-Geräten eingegeben werden:

  • Auf den SuS-Geräten müssen dafür folgende Schritte durchgeführt werden:

    • Die Einstellungen öffnen.

    • Im Menü „Classroom“ (1) und „Klasse x hinzufügen“ (2) wählen:

 

Hinweis: Die App „Classroom“ wird auf den SuS-iPads nicht installiert. Der Menüpunkt „Classroom“ taucht in den Einstellungen auf sobald die Classroom-Einladung vom LK-iPad versendet wurde.

    • Bei Tabletklassen ist die Anmeldung mit Vor- und Nachnamen sinnvoll und datenschutzrechtlich zugelassen. Bei Poolgeräten (z. B. Tabletkoffer) sollte hingegen der Gerätename verwendet werden (z. B. iPad001) (1). Im Anschluss muss der oben bereitgestellte Code eingegeben (2) und die Anmeldung mit „Hinzufügen“ (3) bestätigt werden:


  • Auf dem LK-iPad warten bis auf allen SuS-Geräte der Klasse bzw. des Gerätepools die Anmeldeschritte durchgeführt wurden. Dann in der Classroom-App die Geräte hinzufügen:

  • Über das MDM, in das die SuS-Geräte eingebunden sind, können ggf. noch Classroom-Beschränkungen festgelegt werden, z. B. Beschränkungen auf App und Sperren des Gerätes ohne Bestätigung erlauben oder das Verlassen der Klasse ohne Erlaubnis der Lehrkraft verhindern.

Eine Im- und Exportfunktion für Klassenlisten gibt es in der aktuellen Version (3.6.1) nicht. Somit müssen z.B. bei einem Gerätewechsel die Klassen neu angelegt werden.

 

Alternativen zur App „Classroom“

Alternativ werden auch für bestimmte MDM-Lösungen eigene Apps mit einigen der in Classroom enthaltenen Funktionen angeboten. Dazu gehören zum Beispiel die Apps „Jamf Teacher“ und „Relution Teacher“. Da Konten von Benutzerinnen und Benutzern auf dem jeweiligen MDM-Server gespeichert werden, muss vor dem Einsatz für das MDM eine Datenschutzprüfung vorgenommen werden.

Ist auf Windows-Geräten eine Support-Software für die Fernwartung vorinstalliert?

Ja, die Software „Fastviewer“ ist vorinstalliert. Die Nutzung durch Dataport zu Fernwartungszwecken ist nur mit Zustimmung der jeweils betroffenen Lehrkraft möglich. Über den internen Hub kann bei Bedarf auch die Software „Teamviewer-Quicksupport“ installiert werden.

Sind die Lehrer und Lehrerinnen verpflichtet in bestimmten Abständen das Gerät zu nutzen?

Die Verwendung des Endgeräts hängt von dem jeweiligen Konzept an der Schule ab. Unter sicherheitstechnischen Aspekten empfiehlt sich eine regelmäßige Verwendung des Endgeräts, um die automatisch Installation von Updates sicherstellen zu können.

Sind auf den Lehrkräfte-iPads In-App-Käufe möglich?

Nein, In-App-Käufe sind nicht möglich.

Welche Windows-Version kommt auf den Lehrkräfte-Endgeräten genau zum Einsatz?

Windows 10 (Enterprise) Education

Welche Software ist auf den Windows-Geräten und auf den iPads vorinstalliert?

Können Lehrkräfte selbst Software installieren?

Lehrkräfte können optional bereitgestellte Software auf iPads und Windows-Geräten über den internen Appstore bei Bedarf selbst nachinstallieren. Auf Windows-Geräten ist es zusätzlich möglich, auch ohne diesen Appstore eigene Software - nach Prüfung und Freigabe der Software durch die Schulleitung - selbst zu installieren. Auf iPads ist eine Installation von eigenen Apps außerhalb des UEM App Stores nicht möglich.

Können Lehrkräfte selber eine WLAN-Verbindung (z. B. zu Hause) einrichten?

Ja, das ist möglich.

Wird auf den Windows-Geräten portable Software - also Software, die keine Installation benötigt und direkt ausführbar ist - ausführbar sein?

Ja. Grundsätzlich gilt, dass diese von der Schulleitung geprüft und freigegeben werden muss.

Wie werden die Lehrkräfte-Endgeräte (Windows) geschützt? Gibt es einen vorinstallierten Antiviren-Schutz?

Das Land hat auf den Geräten Sicherheitsrichtlinien aktiviert und kümmert sich mit Hilfe der in Windows 10 integrierten Anwendungen um die Gerätesicherheit, den Viren- und Bedrohungsschutz sowie um Firewall-Einstellungen.
Eine Installation zusätzlicher Sicherheitssoftware ist daher nicht erforderlich und kann ggf. dazu führen, dass vorhandene Sicherheitseinstellungen außer Kraft gesetzt werden.

Auf meinem Lehrkräfte-Endgerät (Windows) werden mit LibreOffice-Impress Bildschirm-Präsentationen nicht korrekt angezeigt. Es ist immer nur die Startfolie zu sehen. Wie kann das geändert werden?

Das kann an der aktivierten Hardwarebeschleunigung liegen. Zur Deaktivierung sind folgende Schritte notwendig:

  1. LibreOffice starten.
  2. Im Menü „Hilfe“ (1) - „Im abgesicherten Modus neu starten“ (2) wählen und mit „Neu starten“ bestätigen:

    Libre Office Hilfe

    LibreOffice wird im Anschluss neu gestartet.

  3. Im Anschluss die Option „Konfigurieren“ (1) wählen, einen Haken bei „Hardwarebeschleunigung deaktivieren“ (2) setzen und mit „Änderungen übernehmen und neu starten“ (3) bestätigen:

    Abgesicherter Modus


Wie lösche ich Cookies und andere Webseitendaten sowie lokal zwischengespeicherte Webseiteninhalte (Cache) und Verläufe im vorinstallierten Browser?

Führen Sie auf einem Windows-Endgerät folgende Schritte durch:

  1. Microsoft Edge
    1. Das Dreipunkt-Menü (1) öffnen und „Einstellungen“ (2) wählen:



    2. „Datenschutz, Suche und Dienste“ (1) und im Anschluss „Zu löschende Elemente auswählen“ (2) anklicken:



    3. Zeitbereich (1) und zu löschende Bereiche (2) einstellen und mit „Jetzt löschen“ bestätigen:



  2. Mozilla Firefox
    1. Das Dreistrich-Menü (1) öffnen und „Einstellungen“ (2) wählen:




    2. „Datenschutz & Sicherheit“ (1) und „Daten entfernen…“ (2) wählen
    3. Zu löschende Bereiche (1) auswählen und mit „Leeren“ (2) bestätigen:

Führen Sie auf einem iPad folgende Schritte durch:

  1. Safari
    1. Einstellungen des iPads öffnen
    2. „Safari“ (1), „Verlauf und Webseitendaten löschen“ (2) wählen und mit „Löschen“ (3) bestätigen:



  2. Mozilla Firefox
    1. Firefox starten
    2. Das Dreistrich-Menü (1) öffnen und „Einstellungen“ (2) wählen:



    3. „Datenverwaltung“ wählen:


    4. Zu löschende Bereiche aktivieren (1) und mit „Private Daten löschen“ (2) bestätigen. Im Anschluss zu Webseiten-Daten (3) wechseln:


    5. Ggf. zu löschende Webseiten (1) markieren und mit „Elemente löschen“ entfernen bzw. direkt alle Daten mit „Alle Website-Daten löschen“ (2) entfernen:

 

Service

Was ist der „Reservepool“?

Jede Schule erhält zusätzlich zu den personengebundenen Geräten 5% der Gerätemenge (mathematische Rundung, mind. 1 Gerät) als Reservegeräte. Wenn ein Gerät defekt ist oder eine neue Lehrkraft an die Schule kommt, kann eine Gerät aus der Reserve entnommen werden und durch die jeweilige Lehrkraft in Betrieb genommen werden. Defekte Geräte werden anschließend kurzfristig durch ein adäquates Gerät aus einer zentralen Reserve ausgetauscht.

Was passiert mit einem defekten Endgerät?

Die betroffene Lehrkraft bekommt ein Ersatzgerät aus dem Reservepool der Schule. Das defekte Gerät wird durch die Firma Bechtle in der Schule abgeholt und getauscht. Um ein defektes Gerät zu melden, geben Sie bitte ein Ticket über das Helpdesk-Formular unter https://www.secure-lernnetz.de/helpdesk im Bereich „LK-Endgeräte“ - „Support“ auf.

Gerätetausch vor Ort: welche Reaktionszeiten, Austauschzeiten sind vorgesehen?

Es gibt bislang keine fest definierten Austauschzeiten. Dieses wird im Rahmen der Einschwingphase erarbeitet. Grundsätzlich ist es das Ziel, dass der Reservepool bei Bedarf schnell wieder aufgefüllt wird.

Was mache ich, wenn ich mein Gerätepasswort vergessen habe?

Das Passwort kann nur vom Support zurückgesetzt werden. Geben Sie daher ein Ticket über das Helpdesk-Formular unter https://www.secure-lernnetz.de/helpdesk im Bereich „LK-Endgeräte“ - „Support“ auf.

Durch wen wird der Support der Lehrkräfte-Endgeräte übernommen?

Das Land übernimmt die zentrale Administration der Geräte. Dazu gehört die Bereitstellung einer Grundkonfiguration und einer Software-Grundausstattung sowie die Passwort- und Gerätezurücksetzung, der technische Support und der Gerätetausch. Schulträger bzw. berufsbildende Schulen können freiwillig die dezentrale Administration übernehmen. Dazu gehört die Bereitstellung zusätzlicher Software und Einstellungen sowie das Einbinden von Testgeräten bzw. schulträgereigener/privater LK-Endgeräte.

Sonstiges

Wird es eine zentrale Dateiablage geben oder werden Dateien lokal auf dem Gerät gespeichert?

Zurzeit müssen Dateien lokal auf dem Gerät gespeichert werden bzw. vorhandene Netzlaufwerke bzw. zentrale Speicherorte des Schulträgers für die pädagogische Arbeit angebunden und verwendet werden. Zukünftig ist zusätzlich eine zentrale Dateiablage über das Schulportal geplant.

Können Clouddienste (z. B. zur Datenspeicherung oder -sicherung) eingebunden werden?

Dieses ist nur möglich, wenn es sich um durch den Schulträger bereitgestellte Clouddienste handelt, die entsprechend der Vorgaben des Datenschutzes freigegeben worden sind. Clouddienste, welche nicht komplett der EU-Datenschutz-Grundverordnung unterliegen (EU-DSGVO), wie z. B. iCloud oder Onedrive, sind hingegen nicht zulässig.

Wie erfolgt die Datensicherung auf den Geräten?

Perspektivisch ist angedacht, dass diese über das Schulportal SH erfolgen kann. Bis dahin liegt die Verantwortung für die Datensicherung bei der jeweiligen Lehrkraft.

Sind die Lehrkräfte-Windowsgeräte in eine Domäne eingebunden?

Die Geräte sind in keiner Domäne eingebunden. Auf den Geräten kommt ein lokales Benutzerkonto zum Einsatz.

Wird das Abrufen der dienstlichen E-Mails (schule-sh.de) mit lokalen Mailclients auf den Endgeräten möglich sein?

Dies ist zunächst auf den Lehrkräfte-Endgeräten auch nur browserbasiert möglich.
Nach der landesweiten Bereitstellung der Endgeräte und Ausgestaltung der erforderlichen Prozesse mit den Schulträgern, kann in einem weiteren Schritt der Abruf mit einem lokalen E-Mail-Client geprüft werden.

Wann haften Lehrkräfte z. B. für den Verlust oder Defekt von Geräten?

Lehrkräfte haften nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Hierfür müssen Lehrkräfte bei Bedarf - soweit möglich - selber eine Versicherung abschließen.

Wird es Fortbildungen für Lehrkräfte zu den Endgeräten geben?

Ja, es werden Fortbildungen angeboten: https://medienberatung.iqsh.de/endgeraete-lk-schulen.html.

Kann das zentrale UEM auch für schuleigene bzw. schulträgereigene Endgeräte für Schülerinnen und Schülern genutzt werden?

Das ist technisch grundsätzlich denkbar. Nach der Bereitstellung der Lehrkräfte-Endgeräte und der Etablierung der Plattform kann über eine weitere Entwicklung und Nutzung nachgedacht werden.