Ich habe eine Spam-E-Mail einer anderen Lehrkraft bzw. meiner Schulleitung erhalten. Wie gehe ich damit um?

Damit Spammails durch den Empfänger überhaupt eine Beachtung finden, wird in einigen Fällen auf die Anzeige eines vertrauten Namens als Absender (wie z.B. den Kolleginnen und Kollegen oder der Schulleitung o.ä.) zurückgegriffen. Hierbei werden z.T. die auf den Schulhomepages im Internet befindliche Kollegiumslisten mit vollständigen Mailadressen oder aus kompromittierten Mailboxen im Rahmen des Harvestings extrahierte Daten (Adressbuch und Kommunikationsverläufe) genutzt. Der Anzeigename des Absenders bei E-Mails ist nämlich im Gegensatz zur E-Mail-Adresse des Absenders frei wählbar und kann vom versendenden Mailserver nicht überprüft werden. Da gerade in reduzierten Mailansichten (z.B. auf dem Mobilfunktelefon) aus Anzeigegründen zunächst nur der Anzeigename des Absenders von Mails angezeigt wird, kann so der Eindruck entstehen, dass man eine Mail von einer vertrauten Person erhalten hat, die tatsächlich aber von einem ganz anderen Mailkonto versandt worden ist. Aus diesem Grunde sollte auch immer zusätzlich die absendende Mailadresse geprüft werden. Sollte beides wie auch der Mailinhalt im bisherigen Kontext nicht zusammenpassen, ist zumeist von Spam auszugehen.

Grundsätzlich sollte immer sichergestellt sein, dass auf der Internetseite der Schule die Kollegiumsliste nicht mit vollständigen dienstlichen Mailadressen veröffentlicht werden. Darüber hinaus sollte das Kollegium stets hinsichtlich derartiger Mails sensiblisiert sein.

Sofern diese Spammails von den Domänen schule-sh.de und schule.landsh.de stammen, können wir diese selbstverständlich prüfen. Allerdings können externe Mails unsererseits leider nicht verfolgt werden, sondern können lediglich durch den Empfänger bzw. die Empfängerin beim Maildienstbetreiber des versendenden Servers gemeldet werden. Bei regelmäßigen Spam-Mails eines bestimmten Musters könnten Sie erwägen, eine Regel zur automatischen Verschiebung für Ihr Postfach zu erstellen. Beachten Sie allerdings, dass Spam-Mails i.d.R. wechselnde Muster nutzen, um gerade nicht erkannt zu werden, weshalb auch oft die Sperrung einer Spam-Mailadresse nicht zielführend ist, da diverse wechselnde Mailkonten für den Versand genutzt werden.

Im folgenden Beispiel wurde eine Spammail mit angepasstem Anzeigenamen von einem Gmail-Postfach an eine Lehrkraft versandt, um eine Kommunikation zu initiieren oder ggf. zusätzliche Mailadressen "abzufischen":

Spammail

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